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über
ensemble Intégrales
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Still
und stetig hat sich ensemble Intégrales, das unter dem Slogan
The link to todays music zwischen gegenwärtig
entstehender oder kürzlich entstandener Musik und einem dissonanzscheuen
Publikum zu vermitteln sucht, aus dem Klangschatten des institutionellen
Klassikbetriebs herausgearbeitet.
In
den 15 Jahren seit seiner Gründung durch die Geigerin Barbara
Lüneburg und Burkhard Friedrich hat es sich intermedial und
interkulturell so vielgestaltig entwickelt, dass Veranstalter und
Rundfunkredaktionen, die jenseits des Mainstream agieren, das Ensemble
gern zu Gastspielen einladen ob in Berlin, Köln, Chicago,
Teheran oder Ulan-Bator.
Inzwischen
reicht die Liste der Festivals, auf denen das ensemble Intégrales
auftrat, von den Berliner Festwochen, dem Schleswig-Holstein Musikfestival
und dem Bodensee-Festival über das niederländische Gaudeamus
Festival und Wien modern bis zu dem iranischen Fadjr-Festival oder
den Roaring Hooves (brüllenden Hufen) in der Mongolei.
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Die
Maxime ensemble Intégrales' lässt sieben Leitlinien erkennen,
die sich das ensemble Intégrales nicht als kategorischen Imperativ
verordnete. Sie ergaben sich vielmehr im Laufe der Jahre aus einer
künstlerischen Arbeit, die das Ensemble als offenen Prozess versteht.
- Die
Stammzelle des Ensembles bindet von Fall zu Fall befreundete
Instrumentalisten oder auch Sänger mit ein, um Stücke
verschiedenster Besetzung aufführen zu können.
- Das
Ensemble möchte zumal junge, noch nicht arrivierte Komponisten
anregen, Stücke zu schreiben, die seinen Aufführungsmöglichkeiten
entsprechen, sie gegebenenfalls auch erweitern und modulieren.
Die Zusammenarbeit mit Komponisten unterschiedlicher Herkunft
und ästhetischer Ausrichtung vollzieht sich als kreativer
Dialog Quelle eines vielseitigen, interkulturellen
Repertoires, das geeignet ist, ästhetische Ghettobildungen
und Publikumsbarrieren aufzubrechen.
- ensemble
Intégrales entwickelt sein Repertoire nach thematischen
Gesichtspunkten, die es erlauben, einzelne Konzertabende oder
ganze Konzertreihen unter animierende Überschriften zu stellen
(Moskau-Berlin Almläuten, Stimmig,
Rapid Glaube, Liebe, Hoffnung,
Joys of Noise, European Young Generation,
Traces of Asia).
- Lockere
Konzerteinführungen stellen einen unmittelbareren Kontakt
zum Hörer her, bauen Berührungsängste ab und tragen
dazu bei, dass sich ein Stammpublikum bildet.
- Der
ästhetische Horizont des Ensembles beschränkt sich nicht
auf Partiturmusik, sondern bezieht Improvisation,
Performance, Live-Elektronik, musiktheatralische und filmische
Elemente integrativ mit ein.
- Ebenso
beschränkt sich der Aktionsradius des Ensembles nicht auf
bestimmte Musikszenen und nicht auf Deutschland oder Länder
der Europäischen Union. Die Repertoireauswahl baut ästhetische
Vorurteile ab und verbindet auseinanderliegende Klanghorizonte.
- Das
Ensemble ist bestrebt, in einer globalisierten Welt den Stimmen
unterschiedlichster Regionen, Kulturkreise, Geistes- und Glaubenswelten
Gehör zu verschaffen
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Die
Spannweite seines Repertoires erstreckt sich von Komponisten aus
allen Ecken Europas (Griechenland, Zypern, Italien,
Frankreich, Irland, Russland) bis nach Fernost. Die zeitgenössische
Vielfalt im eigenen Land spiegelnd, können in ein und demselben
Programm Beiträge des Delmenhorster Alt-Neutöners Joachim
Hespos und des Hamburger Mikroton-Enthusiasten Manfred Stahnke auftauchen
in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Kafka-Fragmenten des
Ungarn György Kurtág.
Die
Auslandsreisen des Ensembles bescherten den beteiligten Musikern
nicht nur unschätzbare Erlebnisse, Anregungen und Erfahrungen.
Es ergaben sich auch Künstlerfreundschaften, die dem Repertoire
laufend zugute kommen. So konnte das ensemble Intégrales
derzeit als Ensemble in Residence der Opera stabile
an der Hamburgischen Staatsoper saisonübergreifend präsent
unlängst ein Programm mit Werken von Komponisten aus
dem Iran, der Mongolei, Kasachstan, Malaysia, China und Japan zusammenstellen,
die teils in direktem Kontakt mit dem Ensemble entstanden. Das ursprünglich
unter dem Konzerttitel Crossover Asia in Hamburg vorgestellte
Repertoire erschien soeben unter dem Titel Traces of Asia auf CD:
eine Aufnahme des Deutschlandfunks (Forum neuer Musik 2006),
erschienen bei dem renommierten Klassik/Neue Musik Label Coviello.
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